JOURNEY TO PEACE – PART16

Men and Peace – The peaceful warrior

In Israel hat es mich sehr gefreut für die Friedensbewegung engagierte Männer kennenzulernen. Denn „Women Wage Peace“, wie auch der „Puls des Friedens“ in Berlin sind keinesfalls nur für Frauen gedacht. In Israel haben mit der Friedensbewegung schlicht und einfach die Frauen begonnen aus dem Wunsch heraus für die eigenen Kinder eine friedvollere Zukunft zu schaffen. In einem verwundeten Land mit Kriegsgefahr zu leben bringt die alltägliche Auseinandersetzung mit der Notwendigkeit Frieden zu fördern mit sich.

Auch Männer wie Yuval Danieli haben Sorgen um ihre Kinder. Wie Yuval berichtet geht seine Tochter momentan zur Army, was ganz normal ist in Israel. Männer müssen 3 Jahre und auch Frauen 2 Jahre zur Army gehen. Yuval entschied sich etwas zu tun für den Frieden und die Zukunft seiner Kinder und unterstützt „Women Wage Peace“ auf Veranstaltungen als Producer.

What we need in the world’s peace process are peaceful warriors!

Neulich hatte ich ein längeres Gespräch auf meiner Heimfahrt von Stuttgart nach Berlin. Ich fahre gern Mitfahrgelegenheit, weil man da oft nette Menschen kennenlernt und ich neue Begegnungen mag.

Da ich bei einem Mann mitgefahren bin habe ich die Gelegenheit am Schopf gepackt und mit Daniel ein Gespräch über Frieden angefangen.
Er meinte: „Frieden ist die Absenz von kriegerischer Aggression.“ mal ganz rational definiert!
Daniel fragt mich „gibt es Frieden überhaupt? Also so richtigen Frieden?“ Wir fangen an die unfassbare Komplexität dieses Themas zu erahnen. Wir entdecken die vielen Formen von Krieg heutzutage, auf allen Ebenen der Gesellschaft bis hin zu Cyberkrieg, der vorwiegend von Nordkorea geführt wird. Weiter geht es zu den Ursachen… Und wir müssen beschließen, dass Krieg meist nicht einfach so aus kriegerischer Aggression geführt wird, sondern aus wirtschaftlichen Gründen.

Weiter denken wir über die Situation in Israel und Palästina nach. Reflektieren Trumps Beschluss, Jerusalem zur Hauptstadt von Israel zu machen… Wir fragen uns was hier eigentlich die richtige Entscheidung ist, um Frieden zu erzeugen? Wir müssen schnell beide beschließen, dass es keine richtige Entscheidung gibt und das hier auch keiner recht haben oder richten kann. Die Lage ist so verzwickt und beide Seiten haben gute Gründe… Da stellt sich eher die Frage, wie es allgemein mit recht haben bezüglich des Friedens ist. Und wir stellen fest, dass bei einem wahrhaftigen Frieden keiner richten oder recht haben kann. Denn wahrer Frieden ist urteilsfrei. Es geht viel mehr um eine für beide Parteien friedvolle Koexistenz. So stoßen wir auf Begriffe wie Akzeptanz, Respekt und Annahme.

Wenn ich mir eine Welt vorstelle in der alle friedvoll miteinander Leben… Dann stelle ich schnell fest, dass es darum geht sehr viele verschiedene Meinungen unter einen Hut zu bringen. Denn Frieden bedeutet nicht alle Menschen von derselben Wahrheit zu überzeugen. Frieden hat auch viel mit Diversität zu tun. Unsere Unterschiedlichkeit und Individualität vollkommen anzunehmen, um in gegenseitiger Akzeptanz, in gegenseitigem Respekt miteinander auf einem Planeten zu leben. Frieden hat sehr viel damit zu tun sich selbst und die eigene Umwelt zu achten. Mit den eigenen Ressourcen bedacht und gut umzugehen, um mit sich selbst und der Umwelt im Einklang zu sein und zu bleiben.
Frieden ist somit eine alltägliche Challenge:
Es gilt uns in dieser Welt, in der Veränderung die einzige Konstante ist, jeden Tag neu dem Frieden auszurichten.

Globaler Frieden hat vor allem sehr viel mit Mutter Erde zu tun, dem Planeten auf dem wir alle gemeinsam leben. Während es beim Krieg meist auch um Ressourcen geht und somit auf globaler Ebene um wirtschaftliche Faktoren. Was man im kleinen, wie im Großen sehen kann.
Frieden stellt die Bedürfnisse der Erde und die des guten Miteinanders aller auf einem Planeten in den Vordergrund. Somit geht es um wesentliche Grundvoraussetzungen für unser Leben. Es geht heute darum den Frieden als Grundelement über alles zu setzen, an die Spitze der Bedürfnispyramide! Wir sollten uns überlegen und bewusst machen, welche Entscheidungen und Handlungen im Einklang mit der Energie des Friedens sind. Wobei hier der Konflikt um Wirtschaft und Ressourcen nicht ausgeschlossen, sondern einbezogen wird. Man merkt schnell, dass sich Konflikte auf der Welt nicht vermeiden lassen, dass es mehr um die Intention geht, nach friedvollen Konfliktlösungen zu suchen.

Um diese wesentlichen Grundvoraussetzungen des Lebens zu sichern, steht zwar Frieden und damit die Hervorhebung von weiblichen Eigenschaften wie Mitgefühl, Wohlwollen, Empathie, Kompromissbereitschaft, Einsicht, Liebe usw. im Mittelpunkt, da diese über eine sehr lange Zeit unterdrückt wurden und dominante Eigenschaften die Vormacht hielten. Jedoch sind männliche Eigenschaften genauso wichtig für Friedensprozesse!

The peaceful Warrior:

Der Friedvolle Krieger hat Führungsqualitäten und kann Verantwortung tragen,
er bewahrt den Respekt für sich selbst und andere,
er kann andere kritisieren und Kritik annehmen, ohne sich dabei unbehaglich zu fühlen.
Er kann sich durchsetzen, er ist zielstrebig und voller Klarheit.
Er ist entschlossen, furchtlos, präsent und intelligent.
Er ist würdevoll, sicher in sich, kraftvoll, mutig und standfest.

Genau diese Eigenschaften helfen uns wenn wir den Frieden als Grundbasis, als Grundintention setzen. Denn Frieden im alltäglichen Leben bedeutet das Leben zu meistern in all seinen Facetten.

In Berlin gab es im September einen Men@Peace March, der wie der Women’s March dieselbe Route vom Neptunbrunnen zum Brandenburger Tor hatte. Ich habe mich sehr gefreut über diese Veranstaltung.

Hier die Einladung zum nächsten Event im April 2018 MEN@PEACE: 

Let´s find out how it feels like not to hide the peaceful warrior inside of us from society and bring our gifts and visions for the world out in the open and into the very areas of our lives where it is most needed. (Info: www.men-at-peace.org)

„In times of global and local, collective and individual challenge, conflict and war, there may be nothing more healing then the attitude of the peaceful warrior, and the loving presence of the being that we truly are“

Wenn ich nun auf die Grunddefinition zurück komme, dass Frieden die Absenz von kriegerischer Aggression ist, dann stelle ich fest, dass es nicht darum geht Konflikte unter den Tisch zu kehren, sondern vor allem um die Erkenntnis, dass Konflikte wichtig sind, das sie ihre volle Berechtigung haben, das es wichtig ist sie durch eine konstruktive  Form auszutragen. Eben auf eine friedvolle Art und weise, also im Sinne des Höchsten Besten Aller. Es ist wichtig dass wir vor allem in diesen Bereichen Methoden entwickeln, wie wir Konflikte auf eine gute Art & Weise bewältigen können. Dass jeder seine Meinung äußern darf und man sich gegenseitig anhört, nur so geschieht auch wirkliche Entwicklung. Durch Inklusion (Einbeziehung) statt Exklusion (Ausschluss). Wenn man Konflikte unterdrückt, brodeln diese viel zu oft viel zu lange und kochen dann irgendwann über. Genau so etwas provoziert jegliche Formen von Krieg.

Dies ist etwas, was ich auch einmal ganz bewusst an der spirituellen Szene kritisieren möchte. Wo Energien wie Wut, Ärger, Aggression meist einfach ausgeklammert werden und man diese nicht haben möchte. Wo des Friedens zu liebe Konflikte oft unter den Teppich gekehrt werden.. Genau hier liegt oft das Problem. Es ist wichtig auch diese Gefühle anzunehmen und richtig und bewusst mit ihnen umzugehen. Denn es sind Boten der Klarheit und der Kraft.

Die Möglichkeit Konflikte auf konstruktive Weise auszutragen verhindert viel Aggression und Krieg.
Sowie die Aufarbeitung der persönlichen Lebensthemen jedes Einzelnen. Wir alle haben viele negative Prägungen in unserer Kindheit und im Laufe unseres Lebens erfahren, die uns im alltäglichen Leben und Miteinander als Hindernisse begegnen. Wenn wir hier Heilung erfahren, wird mit Sicherheit auch das Miteinander leichter!
So können wir wahren Frieden schaffen, aus der inneren Ausgeglichenheit und Zufriedenheit jedes Einzelnen!

Es ist wichtig kraftvoll zu sein, gerade für die Frauen! Es ist wichtig friedfertig zu sein, gerade für Männer!

Abseits aller Gender Vorstellungen ist es für beide Geschlechter wichtig einen inneren harmonischen Einklang von männlichen und weiblichen Eigenschaften zu finden. Heutzutage, gerade in Deutschland kann man mit diesen alten Archetypen sowieso nicht mehr viel anfangen. Da kann ich in meinem Leben auch ein Lied von singen. Aufgewachsen bin ich bei einer sehr starken Frau und einem sehr sensitiven Mann. Ich durfte männliche Eigenschaften wie Mut, Kraft, Stärke, Klarheit, Respekt, Kritikfähigkeit usw. von meiner Mutter lernen, sowie Empathie, Mitgefühl, Friedfertigkeit usw. von meinem Vater. Jeder Mensch trägt beides in sich. Und all diese Eigenschaften bedingen sich gegenseitig und sind Teil des Friedens!

Your Piece for Piece – Wahren Frieden erreichen wir nur wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt!

Auf dem Weg in den globalen Frieden kommt es somit auf jeden Einzelnen an! Jedes Individuum auf diesem wunderschönen Planeten ist Teil des Wunders Leben. Jeder ist wichtig, jeder ist auserwählt!

Nur gemeinsam können wir eine Welt des Friedens in allen Bereichen erzeugen. Denn Frieden beinhaltet alles, Politik und Nachhaltigkeit, Innovation und Gemeinschaft, Familie und Singleleben, Wirtschaft und Kunst,… Alle Ebenen unseres Seins!

DER PULS DES FRIEDENS BERLIN hat sich zur Aufgabe gemacht, Menschen, Gruppen, Initiativen, Unternehmen, Vereine uvm. rund um Friedensentwicklung zu bündeln.

Im Juni 2018 findet der nächste Wo/men’s March for Peace in Berlin statt, zu welchem alle Geschlechter und Diversitäten eingeladen sind, die den Frieden als gemeinsame Basis verankern möchten.

Beiträge, Verbindungen, Ideen und Impulse jeglicher friedlicher Form und Art sind herzlich eingeladen! Jeder kann mitwirken oder einfach dabei Sein! Sei Teil der bunten Vielfalt des Friedens 2018

www.puls-des-friedens.berlin

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